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Rückenwind

Rückenschmerzen sind heutzutage eine der häufigsten Gesundheitsstörungen und damit ebenso häufig Behandlungsanlass in der ambulanten Gesundheitsversorgung und der Rehabilitation. Oftmals ist der Rückenschmerz kein ausschließliches Problem des Rückens, neben körperlichen Faktoren kommen andere Auslöser, wie psychische Belastungen, Stress und Bewegungsmangel dazu. Um diesem Volksleiden entgegen zu wirken, bietet die SBK seit Juli 2008 ein einzigartiges Konzept an. Mit dem Programm "SBK RückenWind" erhalten Betroffene ein Angebot, das aus vier Bausteinen besteht: einem Online- Test, einer individuellen Beratung durch Rückenspezialisten, einem kombinierten Rückentraining mit anschließendem E-Coaching für zuhause und einem multimodalen Schmerzprogramm für chronische Rückenschmerzpatienten. Auf diese Weise bekommen SBK-Kunden einen individuellen und gleichzeitig ganzheitlichen Behandlungsansatz gegen drohende oder bereits vorhandene Rückenschmerzen. Der mit wissenschaftlichen Rückenexperten entwickelte Online-Test soll den SBK-Kunden helfen, das persönliche Risiko für wiederkehrende Rückenschmerzen zu bestimmen. Die Warnsignale und Symptome lassen sich ganz einfach abfragen – sind sie erst einmal erkannt, kann jeder Einzelne eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen, den Beschwerden entgegenzuwirken. Der Test dauert zwischen 5 und 20 Minuten. Nachdem alle Fragen beantwortet sind, erhalten die Teilnehmer per E-Mail ihre umfassende Risikoanalyse inklusive Feedback zu ihrer "Rückenlage". Für die individuelle Beratung nehmen wir uns für de SBK-Kunden und seinem Rückenproblem viel Zeit: Wir erklären nach einer ausführlichen Analyse der Vorgeschichte und einer umfassenden körperlichen Untersuchung die Ursachen und Risiken – und geben individuelle Empfehlungen zur Bewältigung akuter Schmerzen und für ein rückenfreundliches Verhalten. Denn oft reichen schon kleine Tipps für den Alltag, um das Rückenproblem in den Griff zu bekommen. Die spezifischen Ziele der physiotherapeutischen Beratung bei akutem Rückenschmerz oder Chronifizierungsrisiko sind: • Hochprofessionelle Rückenberatung, die den individuellen Menschen in den Vordergrund stellt und umfassende. Empfehlungen, auch außerhalb des eigenen Therapiespektrums gibt. • Identifikation von Risikofaktoren und spezifischen Schmerzursachen durch Experten; Verhinderung bzw. Abbau gesundheitlicher Verhaltensweisen, die Rückengesundheit gefährden (insb. Bewegungsmangel, einseitige körperliche Belastungen, ungelöste Konflikte und dauerhafte psychische Belastungen) • Stärkung der Eigenverantwortung. Wissens – und Kompetenzaufbau mit dem Ziel, dass der Betroffene die Wirkungen seines körperlichen Verhaltens verstehen und einschätzen lernt • Aufklärung und Beratung mit dem Ziel der Verhinderung eines Angst-Vermeidungsverhaltens und der Motivation zur eigenverantwortlichen körperlichen Aktivität. Niedrigschwellige Sensibilisierung von Risikopersonen für eigene Maßnahmen, mehr Bewegung etc.. Gezielte Anleitung für das Training der bisher vermiedenen Bewegungsabläufe. Abbau von Bewegungsangst • Einleitung und Aktivierung für frühzeitige Maßnahmen, die einer Verstärkung von Immobilität, Schmerz und Chronifizierung entgegenwirken. • Betroffene erhalten konkrete, individualisierte und all- Schmerz lass nach! HANDELN und behandeln. tagsgerechte Anleitungen aus professioneller Quelle, die sich in den Alltag leicht integrieren lassen. 

Zielgruppe und Zugang zur SBK Rückenberatung kann auf folgenden unterschiedlichen Wegen erfolgen:

• Gesunde Versicherte ab 18 Jahren mit Risikofaktoren für Chronifizierung (Rückentest: Ergebnis mind. mittleres Risiko)
• Arbeitsunfähigkeit seit 1 Woche, aber noch nicht länger als insgesamt 6 Wochen
• wiederholte Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenschmerz in den letzten 12 Monaten an insgesamt mind. 2 Wochen, aber nicht mehr als 6 Wochen innerhalb der letzten 12 Monate
• Wiederholte Inanspruchnahme von Heilmitteln / Physikalischer Therapie (z.B. Fango, Massage, Krankengymnastik, manuelle Therapie, Ultraschall, Elektrotherapie) aufgrund Rückenschmerzen in den letzten 12 Monaten nach mind. 12 Therapieeinheiten
• Verordnung von Hilfsmitteln wegen Rückenschmerz (z.B. TENS-Geräte) nach Kenntnis der Verordnung
• auffällige wiederholte Schmerzmittelverordnungen im Rahmen der ärztlichen Behandlung
• auf Empfehlungen von Haus- oder Fachärzten bei akuter Rückenschmerzproblematik oder radikulärer Ausstrahlung
• auf gezielte Empfehlung vom SBK Kundenberater / Versorgungsmanager, von externen Partnern
• auf gezielte Empfehlung der psychologischen Beratung / der Ernährungsberatung
• regulär nach Durchführung des SBK – Rückentests mit einem Ergebnis von mind. Chronifizierungsrisiko: mittel
Knie
Hier gehts zur Kniebroschüre.....
Schulter
Bitte hier klicken wenn Sie mehr wissen über die Schulter und ihre Nachbehandlung erfahren wollen....

Die physiotherapeutische Rückenberatung der SBK ist modular aufgebaut und besteht aus drei Elementen:

1. Basisberatung "Physiotherapeutische Rückenberatung"
2. ggf. Therapie Modul: Einzelberatung Behandlung bestehender Beschwerden
3. Follow up – Modul / Abschlussreflexion – Wiederholungsberatung(en)

Die Rückenberatung wird innerhalb einer Tageseinheit von 60 Min. erbracht. Der Empfehlungsteil formiert sich aus der Vermittlung der wichtigsten, Patientenspezifischen Schutzmaßnahmen und einem entsprechenden Basisübungsprogramm. Ggf. wird der Versicherte an weitere therapeutische Partner oder es werden weitere begleitende Maßnahmen empfohlen. Daran schließt sich in max. zwei weiteren Wiederholungsberatungen die Vertiefung und Kontrolle der Empfehlungen bzgl. des Eigenübungsprogramms an. Max. 2 Beratungseinheiten können im Ausnahmefall (bei Versicherten mit weiterer Anreise) auch an einem Tag hintereinander erfolgen.

Die Physiotherapeutische Rückenberatung dient dem Ziel, jeden Patienten zum Spezialisten seiner eigenen Beschwerden bzw. seiner Rückengesundheit zu machen. Dazu wird die Biomechanik der betroffenen Struktur und die momentane Pathologie in verständlichen Worten genau erklärt. Die Beratung erfolgt indem die Prinzipien gesunder Haltung sowie eigene Möglichkeiten zur Stärkung der Rückengesundheit (insb. viel abwechslungsreiche Bewegung, Kräftigung der Rückenmuskulatur, Entwicklung von Fähigkeiten und Methoden zur Entspannung usw.) vermittelt und auf die Bedürfnisse der Versicherten hin angepasst und geübt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Beratung bildet außerdem die Information zur rückenfreundlichen Ergonomie am Arbeitsplatz und deren realistische Umsetzungsmöglichkeiten. Den Versicherten werden relevante Entlastungshaltungen erklärt und mit ihnen geübt. Die Rückenberatung und individuelle Übungsempfehlung erfolgt in der ersten Beratungseinheit.

Der auf Basis des Rückeninterviews und der körperlichen Untersuchung erstellte funktionelle Befund, bildet die Grundlage für die Unterweisung in spezifische Schutzmaßnahmen und die Erstellung und Korrektur von 3 bis 5 individuellen Basisübungen für den Alltag. Gleichzeitig werden Empfehlungen für weitere komplementäre Maßnahmen ausgesprochen. Der physiotherapeutische Rückenberater kann außerdem eine Empfehlung zur psychologischen und/oder Ernährungsberatung der SBK aussprechen.

Im Anschluss an das Rückeninterview und die ausführliche körperliche Untersuchung sind unterschiedliche Folgemaßnahmen vorgesehen. Unter Schmerzen leidende Patienten sollen zunächst zur Schmerzreduktion andere therapeutische und/oder ärztliche Maßnahmen erhalten.
Bis zu 15 Einzeltherapien a´40 -50 Min. (aktive und passive Maßnahmen) können nach Genehmigung der SBK, und einer vorliegenden ärtzlichen Bescheinigung durchgeführt werden. Im Vordergrund steht hier an erster Stelle die Schmerzreduktion, und Mobilisation. Alle anderen Nutzer der Physiotherapeutischen Befunderhebung erhalten eine anschließende Rückenberatung.

Follow up Rückenberatung

In bestimmten Fällen kann eine Wiederholungsberatung sinnvoll sein. Diese ist dann angezeigt, wenn Empfehlungen und Anleitungen aus der ersten Rückenberatung auf ihren Erfolg hin überprüft werden sollen. Auch eine Adaption oder Anpassung der Übungsempfehlungen kann erforderlich sein, wenn der Patient Erfahrungen mit der Umsetzung im Alltag gemacht hat und sich hierbei Probleme (z.B. Schmerzen, zu geringer / zu hoher Schwierigkeitsgrad, mangelndes Verständnis, Wirkungslosigkeit usw.) zeigen.

Haben Sie weitere Fragen? Wir stehen Ihen gerne mit Rat zur Verfügung. Kontakt: 


Reha Zentrum Erlangen
Fr. Spielmann
Nägelsbachstrasse 49b
91052 Erlangen
Tel: 09131/32051 Fax: 09131/13718